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Im heutigen Kulturbetrieb hat die Betriebswirtschaftslehre Einzug gehalten. Nach Maggi Thatcher ist Kunst, die sich nicht verkaufen läßt, keine Kunst! Gleichzeitig arbeiten die Medien am Vorfertigen von Meinungen, der Kommentar siegt über die wertfreie Information.
Die Aufgabe unserer Kunst ist nun, bei Überwindung des kulturell schädlichen Konkurrenzdenkens, Informationen, Ideen, Strukturanalysen, Konzepte, Ansichten und Wahrheiten, unkommentiert zu präsentieren, damit sich so in den Köpfen eigene Interpretationen bilden können. Kunst muss wieder zu einem wichtigen Begleiter gesellschaftlicher Prozesse werden, dazu muss sie nicht mal politisch sein. Sie ist heute in der aktuellen Phase des zivilisatorischen Niedergangs zum Zaungast verkommen, der liebend gern seine Haut zu Markte trägt.
Weil der Mainstream für die sogenannte freie Kunst keine Entwicklungsmöglichkeiten jenseits des Profits mehr bietet, ist es wichtig, die Isolierung der verschiedenen Künstler und Kunstgattungen, zu überwinden. Durch die Schaffung lockerer Netzwerke, die Präsentation und Distribution zeitgenössischer Kunst und Musik, jenseits der berühmten Freinischen hinaus, ermöglichen.
Daran arbeitet der V.e.B.Köln, u.a. durch regelmässige Multi Art Events an verschiedenen Orten, stets unter Einbezug zahlreicher Künstler und Musiker, Performer, Theaterleute u.a.. Im Hintergrund hilft dabei die Ingo Kümmel Gesellschaft e.V. Köln, benannt nach dem Fluxus-Galeristen und Kölner Kunstfreund Ingo Kümmel (1938-1990). Und bereits beim ersten Festival dieser Art in Köln seit den frühen Neunzigern, unterstützt von zahlreichen Kolleginnen und Kollegen aus mehreren Städten der BRD.
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