Festival des V.e.B. Köln
12.-21.Mai 2006
Kunsthaus Rhenania
Bayenstr.28- 50678 Köln

 Zurück zur Startseite

Manifest des V.e.B.

Programm 12.-21.Mai

Bilddokumentation

Einladung 12.-21.Mai

Das Multi-Art-Event ist auf keinen Fall  die alleinige Erfindung des VEB Köln, aber, wie die Kölner Künstlergruppe um Alberto Lares, Antone Mitri, Peter Paulus und Walter Stehling, hat es seinen Ursprung in dem legendären "Stollwerck / Palazzo Schoko" im Kölner Süden.

Die ehemalige Schokoladenfabrik war, nach ihrer Besetzung Anfang der 80iger  Jahre, zum ersten freien Kulturzentrum Kölns mutiert. In den labyrinthartigen Gängen und Gemäuern rund um die vollständig bemalte große Maschinenhalle, den sog. "Grafittidom",  hatte sich eine Szene aus Musikern, Malern, Foto- und Videographen, Poeten, Performern und anderen Verrückten eingenistet und unter Inspiration des Fluxus-Galeristen Ingo Kümmel sich an die Grenzen ihrer jeweiligen Domänen heran- und über sie hinausgewagt. "Kreative Kommunikation" als Forderung einer neuen Öffentlichkeit in freien
Kulturzentren mündete in spektakuläre Festveranstaltungen, die Konzert, Happening, Aufführung und Ausstellung in einem waren.

Viele erinnern sich noch an "Strandbad" (1983), "Davul Deformance", "1. Samplerfestival",
"Messe für Stollhorn und Schlagwerck" (1985), "VEB, Das Land der Sonne liegt brach", "Paradiesbetrieb", "100 Meter" (1986), "Frau in Rot", "Finale" (1987).

Nachdem Stollwerck / Palazzo Schoko 1988 der Sanierungswut Kölner Politiker zum Opfer gefallen war, setzte der VEB und andere die anarchische Tradition der Multi-Art-Events im Kunsthaus Rhenania im Kölner Rheinauhafen fort.  Etwa 20 ehemalige Stollwercker bauten in der Lagerhausruine unter Mühe und
nur mit Hilfe von Dr. Kurt Böttcher ihre Ateliers und Proberäume aus."Der 1. Mai im Hafen",
"Tech Hooligans", "Rauschabstand", "Meine Fresse Club", "Drogen, Sex und Clerus"
waren die ersten Veranstaltungen dort.

Das aktuelle Festival des VEB setzte vom 12. bis 21. Mai 2006 die Tradition der Multi-Art-Events fort. Konzerte, Performance und spektakuläre Präsens von Mensch und Tier finden an 6 Terminen (an 2 Wochenenden) in den Kellerhallen des Kunsthauses Rhenania statt. Ausstellung und Medienbar werden viele Objekte und Aufzeichnungen der früheren Ereignisse seit  Palazzo Schoko bieten.

Der VEB hatte viele Teilnehmer und Gäste eingeladen, deren aktuelle Kunst in  dieser Vergangenheit wurzelt:
Klaus Winterfeld, Bruno Toussaint, Elli Thoböll, Dr. Twiligth, Dominik v. Senger,
Ulli Schulz, Andy Scholz, Wolfgang Schubert, Alexandra Schnell, Stan Sowinski,
Paul Saßmannshausen, Ivo Rose, Michael Reinker, Raji Susanne
Atorf, Parzival, Marie Noell-Dupuis, Carlos Manrique, Frank de Lentecker,
Markus Krips, Manuela Krekeler-Marx, Stefan Krachten, Frank Köllges, Melanie
Kleinsorg, Mathias Keul, Mike Jansen, Angie Hiesl, Hingstmartin, Rike
Gratt, Klaus der Geiger, Annette Fricke, Maff Retter, Jaki Liebezeit, Manos
Tsangaris, Reiner Linke, Cap Grundheber, Jupp le Fou, Carl Breuer, Jo
Bresser, Gernot Bogumil u.a.

 Zurück zur Startseite